Offline durch Kuba

Es war einmal vor langer Zeit, da lebten die Menschen auf der Erde und besaßen kein Mobiltelefon. Außerdem gab es damals auch kein weltumspannendes Internet und keine Digitalfotografie. Um sich als Fremder an einem unbekannten Ort zu orientieren, besaß man einen Reiseführer – immerhin schon in 3D und Farbe. Man nannte ihn Buch. Um von A nach B zu kommen, fragte man die Einheimischen in ihrer Sprache und ohne Translator – mit Händen, Füßen sowie einem Lächeln. Das waren verrückte Zeiten damals. Aber was noch viel verrückter war: Die Menschen kamen tatsächlich an ihr Ziel. Sie schliefen in Unterkünften ohne Air BnB, sie fanden die nächste Eckkneipe ohne Yelp, und das Essen schmeckte trotzdem. Sie fanden sogar in die örtlichen Clubs ganz von allein, ohne Instagram, und kein Influenzer sagte ihnen, dass diese Disko voll hip ist. Echt verrückt damals.

Taxi, my Friend?

Die Frage „Taxi, my Friend” oder „Taxi, Amigo?” hört wohl jeder Kubareisende mehrmals täglich. Meist reicht ein freundliches „No, gracias“, und man hat seine Ruhe bis zur nächsten Ecke, denn dort steht ein weiterer Oldtimer samt Fahrer bereit. Manchmal erwecken die Jungs auch den Eindruck, die Frage rein aus Reflex stellen zu müssen, wenn ein Tourist vorbeiläuft. Einige gehen so schnell weiter, dass man gar nicht den Mund aufbekommt, um zu antworten. Doch braucht man tatsächlich ein Taxi, ergeht es einem wie im Film – weit und breit ist keines zu bekommen.

Phillip Island – ein Paradies für Naturliebhaber, Großstadtentflieher und Familien

Nur knapp 80 Kilometer von Melbourne entfernt, befindet sich die kleine Insel Phillip Island. Sie liegt ideal um in kurzer Zeit dem Lärm der Großstadt zu entfliehen. Dementsprechend ausgebaut ist auch die touristische Infrastruktur, sodass man hier ganz angenehm einige Tage verbringen kann.

Die Insel ist allerdings kein typisches Backpackerziel, sondern eher Anlaufpunkt für Gruppentouristen und Familienurlauber. Es gibt auf der Insel nur wenige Hostels, welche zumindest bei uns keine saisonalen Unterschiede im Preis gehabt haben. Das führte zu der absurden Situation, dass wir für zwei Personen in einem Schlafsaal knapp 80 Dollar zahlen sollten, zum gleichen Preis aber in einem 4-Sterne Ramada Ressort untergekommen sind. Dort wohnten wir in einem eigenen Bungalow, hatten einen Whirlpool im Bad und konnten das hauseigene Spa nutzen. Es lohnt sich also außerhalb der gewohnten Backpackerseiten zu schauen.

Magnetic Island -Australiens Trauminsel an der Westküste

Die kleine Insel Magnetic Island im Norden Australiens unweit von Townsville ist unbedingt eine Reise wert. Über zwanzig – teils einsame – Strände, die man erwandern kann, Koalas, Wracktauchen und Rock Wallabies sind die Must-sees auf der Insel.

Es gibt beim Herumreisen immer ein Problem. Gerade wenn man wenig Zeit hat, fragt man sich: Wie viel Zeit sollte ich, zum Beispiel auf Magnetic Island, einplanen?“ Und so blöd das auch klingen mag, man muss es leider genau planen, denn sonst verpasst man wie wir einige schöne Sachen oder hat Stress. Für Magnetic Island sollte man meiner Meinung nach mindestens fünf volle Tage einplanen, um die Insel wirklich genießen zu können. Hier ein Vorschlag:

Ski fahren in den Dolomiten – St. Christina, Val Gardena, Südtirol

Jedes Mal, wenn ich vom Skiurlaub erzähle, ernte ich ungläubige Blicke und bekomme viele Fragen. Vor allen Dingen auf die Tatsache, dass ich und die gesamte Truppe meistens an einem Samstag in der Früh, gegen 2 Uhr in der Nacht, losfahren. Warum tun wir dies? Wir fahren immer nach St. Christina im Val Gardena bei Gröden. Das ist in Südtirol in Italien. Bis dorthin sind es knapp 700 Kilometer und wenn wir rechtzeitig losfahren, sind wir gegen 10 Uhr vor Ort und ab 11.30 Uhr auf der Piste. Warum ist das gut? In St. Christina ist der Samstag An- und Abreisetag. Das bedeutet, dass an diesem Tag die Pisten leer sind, da die Abreisenden nach dem Frühstück nach Hause fahren und die Ankommenden am frühen Nachmittag die Quartiere belegen und die Straßen blockieren. Wenn wir also gegen 10.30 Uhr eintreffen sind die Straßen hoch auf den Berg sowie die Pisten frei und wir können noch einen halben Tag Ski fahren.

Kanufahren auf dem Allier und der Loire

Das Finden eines Bootsverleihes – die ticken anders, die Franzosen!

Mit dem Kanu sollte es dieses Jahr auf der Loire entlanggehen. Schöne Idee und auch ein schöner Urlaub, der aber mit einem kleinen Mentalitätsproblem begann. Der Deutsche hätte es im Urlaub gern organisiert. Er möchte, auch als Individualreisender, wissen, wann er wo ist und dass vor Ort alles für ihn bereit ist. Innerhalb Deutschlands ist dies auch kein Problem. Will man in Mecklenburg-Vorpommern oder sonstwo paddeln gehen, schmeißt man kurz die Suchmaschinen an, ruft bei zwei oder drei Kanuverleihern an und reserviert schließlich irgendwo rechtzeitig vor dem Urlaub sein Boot. Man bekommt eine Bestätigung, macht gegebenenfalls eine Anzahlung, und alles ist save.