Machu Picchu

Machu Picchu – Tipps für den Besuch

Für alle Südamerikareisenden gehört ein Ausflug nach Machu Picchu, der berühmten Inkafestung, einfach dazu. Allerdings ist die Inkastadt inzwischen so überlaufen, dass ein Besuch gut geplant sein will, wenn man den Massen ein bisschen aus dem Weg gehen möchte. Entgegen sonstiger Gewohnheiten möchte ich hier mal einen echten Reisetipp geben und nicht ‚nur‘ eine Geschichte erzählen.

Es gibt grundsätzlich mehrere Varianten, die Stadt der Inkas im Tal der Könige zu besuchen. Die einfachste ist, man bucht das Ganze von zu Hause aus bequem im Rahmen einer Pauschalreise – die Touri-Variante. Oder man erwandert die Ruinen über den Inkatrail. Das ist sicher die schönste und eindrucksvollste Variante, da man hier mehrere Tage wandernd unterwegs ist und am Ende mit der berühmten Ruinenstadt belohnt wird. Und zumindest die ersten Wandertage dürfte man noch ziemlich allein sein. Allerdings muss man sich für den Inkatrail sechs Monate vorher anmelden. Spontan ist da nichts zu machen. Die dritte Variante ist, dass man von Cusco aus eine Tour nach Machu Picchu bucht – die Backpacker-Variante. Und das ist die, die ich hier beschreiben und empfehlen möchte.

Das Wichtigste beim Buchen und Suchen in Cusco ist Zeit. Die muss man haben, denn zwischen den vielen angebotenen Touren muss man eines herausfiltern, das es einem ermöglicht, mehrere Tage – nämlich mindestens drei – unterwegs zu sein. Die meisten Touren sind Eintages- oder Zweitagestouren. Bei denen fährt man in aller Frühe in Cusco los, ist gegen zehn oder elf in Machu Picchu, hat vier bis fünf Stunden in den Ruinen und fährt dann wieder zurück nach Cusco oder in ein anderes Dorf zum Übernachten. Macht man dies, erlebt man die Ruinen genau in der Hauptzeit zwischen 10 und 14 Uhr. Die meisten Veranstalter winken aber ab, wenn man sagt, dass man drei oder vier Tage unterwegs sein möchte. Gänzlich ohne Tourenanbieter ist es wiederum unmöglich zu der Ruinenstadt zu kommen, da man die letzte Etappe nach Aguas Calientes mit einem Zug fahren muss, und diese Fahrkarten bekommt man einfach nicht zu kaufen. Also nimmt man sich am besten einen Tag Zeit, fragt, sucht und bucht.

Hat man eine Tour gebucht, bekommt man einen Haufen Papiere, Tickets und Wegbeschreibungen, denn die Fahrt kann unter Umständen so ablaufen wie meine. Ich hatte ein Komplettpaket gebucht. Das hieß, ich wurde früh um sieben in meinem Hostel von einem schwarzen SUV abgeholt und drei Straßen weiter in einen Hinterhof gefahren, in dem unglaublich viele Menschen, Waren und Tiere in kleine Busse stiegen oder verladen wurden. Mein Fahrer sagte irgendeinem anderen Fahrer Bescheid, woraufhin in einem überfüllten Bus Platz gemacht wurde, damit ich vorne als Beifahrer mitfahren konnte. Ungläubig starrten mich meine Mitfahrer an, denn ich war der einzige Tourist. Und das will was heißen in Cusco.

So fuhren wir alsbald einige Stündchen durch die Berge. Leute und Hühner stiegen ein und aus, der Bus hielt an jeder Hütte. Ich saß irgendwie ängstlich und ungläubig zwischen den Einheimischen. Allerdings waren alle nett, und wir unterhielten uns mit Händen, Füßen sowie ein bisschen spanisch. In Urubamba schließlich sollte ich aussteigen, und wie  aus dem Nichts kam aus der Menschenmenge am dörflichen Bushalteplatz eine junge Frau auf mich zu. Sie hatte ein Schild mit meinem Namen in der Hand und brachte mich zum nächsten Bus, der ein ganz normaler Reisebus war und in dem sowohl Einheimische als auch Touristen saßen. Nach ein paar Stündchen hielt der Bus in Ollantaytambo. Dort war es einfach, den Bahnhof zu finden, in dem man den in den Zug nach Aguas Calientes steigen musste – immer der Masse nach. Der Zug schließlich bringt einen dann an den Fuß des Machu Picchu in das Touristenstädtchen Aguas Calientes. Der Zug ist sehr neu und verfügt über Panoramafenster, durch die man die gesamte Fahrt über die atemberaubende Landschaft bestaunen kann. Ein kleiner Vorgeschmack auf die eindrucksvollen Ruinen. Dort angekommen, wurde ich wieder am Bahnhof abgeholt und in ein Hotel geführt. Es war später Nachmittag, so dass ich mir die kleine Siedlung noch anschauen konnte. Allerdings besteht der Ort überwiegend aus Hotels, Restaurants, einem kleinen Marktplatz und vielen vielen Bussen. Es gab also nicht viel zu sehen.

Am Abend klopfte es schließlich an meiner Zimmertür, und mein Guide für den nächsten Tag stellte sich vor. Er erklärte mir, wie ich früh zu den Ruinen hochkomme und dass die Führung dort wie gewünscht 8 Uhr beginnt. Wow. Ich war echt beeindruckt über die Orga und freute mich auf den nächsten Tag.

Denn ich hatte noch ein echtes Highlight gebucht …

Weiter gehts im zweiten Teil…

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