Tasmanien – Sehnsuchtsziel der Work-and-Traveler Generation

Bay of Fire im Mount William National Park auf Tasmanien

Tasmanien

„Ach Tasmanien wollte ich auf jeden Fall machen, habe es dann aber nicht mehr geschafft!“ Dies ist mit Abstand die häufigste Reaktion, die man im Gespräch mit einem Backpacker in einem Hostel bekommt, wenn man erzählt, dass man in Tasmanien war.

Die Insel südlich von Australien ist eine Art Sehnsuchtsziel für viele „Work-and-Traveler“. Zum Glück, möchte man meinen, hält der zusätzliche Flug und das etwas rauere Klima viele der sunaddicted Partypeople davon ab einen Fuß auf die Insel zu setzen – ein Umstand, der den Einheimischen wohl bewusst ist, und sie wissen diese Tatsache sehr zu schätzen. Doch wer nach Tasmanien reist, wird mit atemberaubender Natur und Einsamkeit belohnt.

Mount William Nationalpark 

Der mit Abstand „unbeachtetste Nationalpark Tasmaniens“. Dieses Zitat des Lonely Planet ließ uns aufhorchen. Der Park befindet sich am nordöstlichen Zipfel der Insel. Völlig zu Unrecht, gleichzeitig aber zum Glück trifft das Zitat des beliebten Reiseführers zu. Die Anreise zieht sich eine Weile hin und je näher man dem Park kommt, umso einsamer wird die Gegend. Dafür belohnt einen der Park mit weißesten Stränden, tiefblauestem Wasser, feinstem Sand – sprich einer grandiosen unberührten Natur. Die Bay of Fires gehört zu den schönsten Dingen, die ich jemals in der Natur gesehen habe.

Wineglass Bay
„Die Wineglass Bay auf der tasmanischen Freycinet Peninsula gilt als einer der zehn schönsten Strände der Welt. Der von saphirblauem Meereswasser umspülte halbmondförmige Strand aus perlweißem Sand vor der Kulisse rosafarbener und grauer Granitfelsen zählt zu den überwältigendsten Naturregionen Australiens.“ Diesem Zitat von australia.com – der staatlichen australischen Tourismuswebseite – braucht man nichts hinzuzufügen. Das Problem allerdings ist, dass die Wineglass Bay das komplette Gegenteil des Mount William Nationalparks ist. Hunderttausende Besucher im Jahr stürmen diese Bucht. Von einem Besucherzentrum aus führt ein Weg hinauf auf die Höhen und zu einer wirklich spektakulären Aussicht, welche der Beschreibung in nichts nachsteht.

Will man dem Rummel entfliehen, hat man zwei Möglichkeiten: Man kann sich Zeit nehmen und eine große Rundwanderung machen. Diese dauert circa sechs Stunden und führt einen in die berühmte Bucht, durch sie hindurch, an anderen Buchten vorbei und auf verschlungenen Pfaden an der Steilküste entlang wieder zum Besucherzentrum. Die Wanderung lohnt die Mühen, denn der Weg entschädigt mit einsamen Stränden, grandiosen Ausblicken, vielen Begegnungen mit Wallabies und seltenen Pflanzen.
Die andere Möglichkeit ist, dass man sich mehrere Tage Zeit nimmt und eine Mehrtageswanderung durch den Park macht. Ein Must-do für die nächste Reise.

Cradle Mountain

Der Cradle Mountain National Park ist ebenso ein absolutes Highlight in Tasmanien. An dieser Stelle kann ich nur empfehlen: Zeit nehmen, anschauen und genießen. Als Beschreibung sehen Sie sich am besten die Fotos an. Wir waren leider nur einen Tag dort. Cradle Mountain ist das andere Must-do für die nächste Reise.

Allgemein spiegelt sich in diesem Artikel ein Zwiespalt vielleicht vieler Blogger wider. Soll ich Ihnen wirklich in allen Einzelheiten schreiben, wie schön es war? Damit es jeder weiß? Damit jeder die schönen Ziele anschauen und kaputtmachen kann? Anderseits kann auch nur bewahrt werden, was man auch kennt. Es ist schwierig und ich bin hin- und hergerissen. Meine Lösung in diesem Falle lautet: Ich werfe Ihnen ein paar Happen hin, einige andere schöne Flecken verrate ich Ihnen nicht, denn ich finde Tasmanien hat es verdient, dass man es „schafft“ – und wer keinen Bock darauf hat, der hat eben Pech!

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